„Leistung macht Schule“ (LemaS) – Transferphase Informationen für interessierte Schulen (pdf)

Die Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler läuft seit 2018 mit bundesweit 300 Schulen (www.leistung-macht-schule.de), bei der in NRW insgesamt 63 Grund- und weiterführende  Schulen (Sek I) aus allen Regierungsbezirken beteiligt sind. Ziel der Initiative ist die gemeinsame Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Konzepten, Strategien und Maßnahmen zur Diagnose und Förderung der Potenziale leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler, insbesondere im Regelunterricht. Dies geschieht in der zurzeit laufenden ersten Phase im Rahmen von fachlichen und überfachlichen Teilprojekten in Zusammenarbeit von Schulen und Wissenschaft. Mitte 2023 geht die Initiative in ihre zweite Phase (Transferphase Mitte 2023 – Ende 2027): Erprobte und erarbeitete Konzepte werden in Netzwerken aus „alten“ und „neuen“ Schulen geteilt und gemeinsam weiterentwickelt. Zu diesem Prozess möchten wir Ihnen einige Informationen geben.

Welche Vorgaben gibt es durch die Bund-Länder-Initiative?
In NRW werden insgesamt 21 Transfernetzwerke gegründet (100 Netzwerke bundesweit). Die Schulen der ersten Phase übernehmen aufgrund ihrer bisher gewonnenen Expertise in LemaS in diesen Netzwerken eine Multiplikatorenrolle, für die sie im ersten Jahr der zweiten Phase besonders
qualifiziert werden. Auch die neu hinzukommenden Schulen der zweiten Phase bringen sich mit ihren Erfahrungen einer begabungsförderlichen Schul- und Unterrichtsentwicklung in die Netzwerkarbeit aktiv ein. Im ersten Jahr der Transferphase (Schuljahr 2023/24) arbeiten alle Schulen an der begabungsförderlichen Schulentwicklung. Ab dem Schuljahr 2024/25 beginnt die Arbeit an den thematischen Schwerpunkten der Netzwerke. Jedes Netzwerk wird in seiner Arbeit einerseits durch
einen bundesweiten Forschungsverbund und andererseits auf Landesebene begleitet, in NRW erbringt das Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung die landesseitige Unterstützung und Koordination.

Wie erfolgt die Arbeit in der Transferphase in Nordrhein-Westfalen?
Die Arbeit in der 2. Phase verläuft nicht gebunden an einzelne Teilprojekte und Produkte, sondern im Rahmen der LemaS-Strukturen und in Themenclustern, die sich in ihrer inhaltlichen Ausrichtung aus den bisherigen Teilprojekten der ersten Phase erstellen lassen:

  • MINT (Mathematik, NW)
  • Sprachen (Deutsch, Leseförderung, Englisch)
  • Übergreifende Schul- und Unterrichtsentwicklung (selbstreguliertes Lernen,
    Mentoring, Lesson Study, Persönliche Entwicklungspläne)


Bei der Findung der thematischen Schwerpunkte der Netzwerkarbeit spielen die Expertise und die Entwicklungsvorhaben der Schulen der ersten Phase eine wichtige Rolle. Aufgrund der gewählten Themen können die Netzwerke schulformbezogen oder schulformübergreifend gebildet werden. Die Netzwerke werden in der Regel in den einzelnen Regierungsbezirken zusammengestellt, Netzwerke können aber auch bei geeigneter räumlicher Nähe über Regierungsbezirke hinweg gebildet werden.
Um eine effektive Netzwerkarbeit zu ermöglichen, sind pro Netzwerk etwa fünf bis sechs Schulen vorgesehen (z. B. drei Schulen der ersten Phase, drei neue Schulen der zweiten Phase).
Die inhaltliche Betreuung auf Landesebene erfolgt durch das Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung (lif). Die Landeskoordination der inhaltlichen Netzwerkaktivitäten erfolgt ebenfalls durch das lif. Daneben erhalten alle Netzwerke eine grundlegende Prozessbegleitung durch die Bezirksregierungen, z.B. durch Netzwerkberater:innen. Bei Bedarf können weitere Bausteine zur Unterstützung einer erfolgreichen Netzwerkkooperation angeboten werden.
Zur Netzwerkarbeit werden Dokumentationshilfen für die Schulen entwickelt. In Kooperationsvereinbarungen werden innerhalb der Netzwerke Ziele definiert und Rollenverteilungen festgelegt. Für alle Netzwerkschulen wird eine Entlastung gewährt. Für die neuen Schulen der zweiten
Phase beträgt der Umfang der Entlastung vier Wochenstunden.


Welche Vorteile haben die Schulen durch die Mitarbeit an der Bund-Länder-Initiative?
Die gemeinsame Arbeit an der Förderung besonders leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler steht im Fokus der Initiative. Dazu erhalten die Schulen der zweiten Phase Konzepte, Strategien und Maßnahmen für den Einsatz im Unterricht. Neben der
Möglichkeit, diese Produkte direkt in ihrem Unterricht anzuwenden, erhalten alle Schulen Unterstützung, um eine leistungs- und begabungsförderliche Schulentwicklung zu etablieren oder weiter zu entwickeln.
Die Vorteile für die beteiligten Schulen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Thematische Vernetzung mit anderen Schulen und kollegialer Erfahrungsaustausch;
  • Begleitung durch einen bundesweit agierenden Forschungsverbund hin zu einer begabungsfördernden Schul- und Unterrichtsentwicklung;
  • Begleitung der inhaltlichen Netzwerkarbeit durch das Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung;
  • Betreuung durch Netzwerkberater:innen auf Bezirksebene;
  • Teilnahme an regionalen, landesweiten und bundesweiten Veranstaltungen;
  • Zugang zu erprobten Maßnahmen, Konzepten und Materialien zur schulischen Begabungsförderung;
  • Teilnahme an inhaltlichen Qualifizierungsangeboten durch das Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung;
  • Entlastung im Umfang von vier Wochenstunden.

Zum weiteren Prozess
Sie sind interessiert? Dann schicken Sie die angefügte Interessensbekundung per Mail an den angegebenen Kontakt Ihrer Bezirksregierung und an das Projektbüro LemaS-NRW am Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung. Im Juni 2023 sind alle Netzwerkschulen zu einer Landestagung (voraussichtlich in Essen) eingeladen
zum Auftakt von LemaS-Transfer in NRW. Hier stellen sich Ihnen auch die Regionalvertreter:innen des wissenschaftlichen Forschungsverbunds vor, der diese Phase qualifizierend, unterstützend und evaluierend bis Ende 2027 begleitet.
Für einen näheren Austausch können Sie sich gerne mit dem Projektbüro LemaS-NRW am Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung (Universität Münster) in Kontakt setzen. Die Mitarbeiter:innen freuen sich über Ihre Interessenbekundung und stehen bei Nachfragen gern zur Verfügung.

Projektbüro LemaS NRW
Wegesende 6, 48143 Münster
Ansprechpartnerin: Claudia Zumbrock
Tel: +49 251 83-32253
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Formular zur Interessensbekundung

KMK_Konzeption_2_Phase

 

Qualifizierungsbausteine

  • Was sind Qualifizierungsbausteine?

    Qualifizierungsbausteine sind vor-/nachbereitete und evaluierte Angebote auf Workshop-Ebene. Sie werden von praxiserfahrenen Expert:innen-Teams des Landeskompetenzzentrums angeboten. Grundsätzlich bestehen alle Qualifizierungsbausteine aus einem Dreischritt:

    1. Onlinebasierte Vorbereitung auf die Qualifizierungsmaßnahme, indem die Schulen bspw. aufgefordert werden, bereits bestehende Erfahrungen oder Konzepte an der Schule zu systematisieren und zu verschriftlichen sowie angebotsbezogene Bedarfe und Ziele der Schule zu formulieren.

    2. Durchführung der Qualifizierungsmaßnahme (Präsenz: eintägig. Digital: ein bis zwei Online-Workshops)

    3. Reflexion und Evaluation des Angebots durch onlinebasiertes Feedback zur Qualität sowie - ggf. und wenn möglich auch vor Ort - durch Evaluierung und Nachberatung zu Anpassungsbedarfen im schulpraktischen Alltag.

    Zurzeit werden alle Q-Bausteine online durchgeführt. Nähere Informationen zu jedem Angebot finden Sie im Anschluss an diesen Terminüberblick.

  • Qualifizierungsbausteine im Überblick

Entwicklungsprojekte

Schulen stellen sich vor