"Lernen auf Distanz & individuelle Förderung" - Allg. Erfahrungen aus der Schule

Allgemeine Erfahrungen aus dem "Lernen auf Distanz" im Zusammenhang mit individueller (Potenzial-) Förderung sind z.B.: 

-> positive Aspekte                                                                                    

  • Viele überraschend gute Ausarbeitungen von SchülerInnen, bei denen diese Leistungen nicht erwartet wurden. So konnten sich z.B. ruhige bzw. im Präsenzunterricht unauffällige SchülerInnen besser einbringen.
  • Insbesondere längere und offene Aufgabenformate (z.B. Projekte) wurden teilweise sehr kreativ, medial ansprechend und/oder ausführlich erarbeitet.
  • Die Kommunikation war teilwiese intensiver/anders, z:B. Chat etc.

-> besondere Herausfordungen

  • Beim „Lernen auf Distanz“ ist es schwieriger Potentiale zu entdecken. „Projektaufgaben“ können eine (gute) Möglichkeit sein, um Potentiale zu wecken. Allein anhand von Lösungen zu z.B. anspruchsvollen Aufgaben Potentiale zu beurteilen ist nur dann möglich, wenn bekannt ist unter welchen Umständen die Aufgaben gelöst wurden. Gab es Hilfe, z.B. von Eltern?
  • Es stellt sich die Frage, inwieweit Projekte benotet werden sollen/können bzw. wie ein päd. sinnvolles Feedback gestaltet werden kann. Beispielweise lassen sich Projektpräsentationen nicht so gut für ein breiteres Publikum realisieren.
  • Die Einbindung von SchülerInnen z.B. als MentorInnen oder bei der Unterstützung zur Gestaltung von Lerngelegenheiten kann sehr sinnvoll sein.
  • Wichtige Grundlagen z.B. die Anleitung zum selbstregulierten Lernen, Projektarbeit etc. müssen auch in Präsenzphasen erfolgen!
  • Die Beziehungsebene spielt eine wichtige Rolle und sollte nicht vernachlässigt werden.

(Rückmeldungen aus der Fachtagung vom 24. September 2020 „Lehren und Lernen in Corona-Zeiten Herausforderungen im Schuljahr 2020/2021 Tagungen Archiv)

Folien zum Workshop Individuelle Potenzialentwicklung im Kontext von Präsenz- und Fernunterricht.


Lernen auf Distanz Handreichungen (Überblick)